Rezensionen erscheinen laut Google auf Google Maps und in der Google Suche neben Ihrem Unternehmensprofil. Sie können anderen bei der Entscheidung helfen. Ob jemand bewertet und was darin steht, entscheidet allein Ihre Kundschaft. Fragen dürfen Sie aber – nach festen Regeln. Hier steht, wann und wie Sie um eine Rezension bitten, welche Texte sich eignen, was Google untersagt und wie Sie antworten. Die Angaben stammen aus der Google-Unternehmensprofil-Hilfe und den Google-Richtlinien für Inhalte auf Google Maps (abgerufen am 23. Oktober 2026). Google kann Regeln ändern; maßgeblich ist die aktuelle Fassung.
1. Der richtige Zeitpunkt
Fragen Sie, wenn die Arbeit erledigt ist und Ihre Kundschaft das Ergebnis kennt. Google nennt dafür Wege, die genau in diesen Moment fallen: den Bewertungslink auf Ihren Belegen hinzufügen, ihn in Dankeschön-E-Mails einfügen oder am Ende einer Chat-Unterhaltung teilen. Im Handwerk sind das etwa die Rechnung, die Mail nach dem Abschluss des Auftrags oder die letzte Nachricht im Chat.
Eine Grenze zieht Google klar: Wer um Rezensionen bittet, darf niemanden auffordern oder unter Druck setzen, eine Bewertung zu hinterlassen, solange die Person noch vor Ort ist. Geben Sie lieber eine Karte mit, die Ihre Kundschaft später in Ruhe scannen kann.
2. Bewertungslink und QR-Code
Link und QR-Code erzeugt Google in Ihrem Unternehmensprofil über „Rezensionen lesen“ und „Mehr Rezensionen erhalten“. Die einzelnen Schritte stehen im Ratgeber „Google-Bewertung per QR-Code“. Wer bewerten will, muss in einem Google-Konto angemeldet sein; laut Google geht das auch mit einer E-Mail-Adresse, die nicht zu Gmail gehört.
Im PRÜFDAS Vorlagenpaket sitzt der Bewertungs-QR-Code auf Visitenkarte und Flyer, auf der Bewertungskarte, dem Tischaufsteller und dem Sticker. Sein Ziel ist Ihr Bewertungslink, den Sie beim Bestellen angeben oder später unter „Mein Paket“ nachtragen. Ohne Bewertungslink entfallen der QR-Code auf Visitenkarte und Flyer sowie Bewertungskarte, Tischaufsteller und Sticker. Testen Sie den Code vor dem Druck mit der Handykamera.
3. So formulieren Sie die Bitte
Fragen Sie offen nach der Erfahrung, nicht nach Lob. Die Texte im Vorlagenpaket folgen dieser Regel (Beispiel für den Betrieb „Elektro Muster“):
- Tischaufsteller: „Ihre Meinung zählt. Bewerten Sie Elektro Muster auf Google – ehrlich und in Ihren eigenen Worten. QR-Code scannen.“
- Bewertungskarte, Anfang: „Wie war unsere Arbeit? Elektro Muster freut sich über Ihre ehrliche Rezension auf Google – ob Lob oder Kritik.“
- Visitenkarte: „Ihre ehrliche Rezension zu Elektro Muster auf Google: QR-Code scannen.“
- Flyer: „Wie war Ihre Erfahrung mit Elektro Muster? Sagen Sie es uns ehrlich auf Google: einfach den QR-Code scannen.“
Keiner dieser Texte bietet eine Gegenleistung, fragt vorab nach der Stimmung oder gibt Stichworte für den Inhalt vor. Im Gespräch genügt dieselbe schlichte Bitte um eine ehrliche Rezension.
4. Was Google bei Bewertungen verbietet
Nach den Google-Richtlinien sind gefälschte Interaktionen nicht zulässig und werden entfernt. Dazu zählen unter anderem Inhalte, die nicht auf realen Erfahrungen beruhen, Rezensionen, für die direkt oder in Form von Sachleistungen bezahlt wurde, und Inhalte, die über mehrere Konten von einer Person veröffentlicht wurden. Händlerinnen und Händlern ist außerdem nicht gestattet:
- Anreize für eine Rezension zu bieten, etwa Zahlungen, Nachlässe, Produkte oder Leistungen umsonst,
- Anreize dafür zu bieten, dass jemand eine negative Rezension überarbeitet oder entfernt,
- negative Rezensionen zu verhindern oder zu verbieten oder gezielt um positive Rezensionen zu bitten,
- Mitarbeitende aufzufordern, eine bestimmte Anzahl von Rezensionen oder Rezensionen mit bestimmten Inhalten zu erbitten.
Auch Rezensionen, die auf einem Interessenkonflikt beruhen, zählt Google zu den manipulierten Bewertungen. Ein solcher Konflikt kann laut Google unter anderem durch eine aktuelle oder frühere Beschäftigung oder durch familiäre Beziehungen entstehen. Rezensionen aus Ihrem Betrieb oder Ihrer Familie gehören deshalb nicht in Ihr Profil. In der Unternehmensprofil-Hilfe nennt Google Anreize, Änderungen an Rezensionen und das Entfernen negativer Rezensionen streng verboten. Dieser Abschnitt gibt die Regeln von Google wieder; er ist keine rechtliche Bewertung.
5. Auf Rezensionen antworten
Google rät, auf Rezensionen zu antworten und die eigene Sichtweise zu erläutern. Ihre Antworten sind öffentlich. Laut Hilfe sollen sie klar, hilfreich und höflich sein, kurz bleiben und zeitnah kommen; unterschreiben Sie mit Ihrem Namen oder Ihren Initialen. Sie müssen nicht jedem öffentlich danken. Verstößt eine Rezension gegen die Inhaltsrichtlinien von Google, können Sie sie melden. Eine Mischung aus positivem und negativem Feedback wirkt laut Google oft vertrauenswürdiger – auch Kritik hat also ihren Platz.
Checkliste
- Nach getaner Arbeit fragen: mit der Rechnung, per Dankeschön-E-Mail oder zum Abschluss im Chat
- Niemanden vor Ort auffordern oder unter Druck setzen
- Offen nach der Erfahrung fragen – ob Lob oder Kritik
- Keine Gegenleistung, keine Vorauswahl, keine Vorgaben zum Inhalt
- Keine Rezensionen aus dem eigenen Betrieb oder der Familie
- Bewertungslink als Ziel des QR-Codes eintragen und vor dem Druck testen
- Kurz, höflich und zeitnah antworten